Resilienz als strategischer Imperativ

Im Mai 2026 wurde die Raiffeisen Lounge in Wien zum Schauplatz einer Debatte, die weit über klassische IT-Themen hinausging. Unter dem Motto #MutZurVeränderung stellte das Anovis Resilience Forum die Frage: „Wo setzt man 2026 die Prioritäten?“. Das Ergebnis war ein tiefgreifender Diskurs über die Verteidigung unserer digitalen Werte in einer Zeit, in der Geopolitik und Ökonomie untrennbar miteinander verschmolzen sind.
Das diesjährige Motto #MutZurVeränderung war dabei nicht nur ein Slogan, sondern ein dringender Appell an die Entscheider, Sicherheit nicht länger als isoliertes IT-Thema, sondern als Kernvoraussetzung für das Überleben in einem volatilen geopolitischen Umfeld zu verstehen.

Informative Keynotes, neue Entwicklungen und Updates unserer Partner sowie Produkttests waren wieder ein fester Bestandteil unseres Events.

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Alle Fotos wurden von Anovis und internen Kollegen aufgenommen und zur Verfügung gestellt.

ARF26 #MutZurVeränderung

Die Keynotes: Ein Weckruf und ein Herzschlag für Europa

Lukas Bittner (BMLV)
Lukas Bittner (BMLV)
Lukas Bittner (BMLV Abt. Militärstrategie)

 

Den intellektuellen und visionären Höhepunkt markierte Thorsten Urbanski (Leiter der Initiative „IT Security made in EU“ des größten deutschen IT-Security-Verbandes TeleTrusT).

Sein Vortrag „Digitale Souveränität ist mehr als Technik – sie ist Europas Herzschlag für morgen“ war ein leidenschaftliches Plädoyer für technologische Selbstbestimmung. Anhand von eindrucksvollem Bildmaterial und messerscharfen Analysen demaskierte er die gefährliche Illusion totaler Abhängigkeit von außereuropäischen Monopolisten.

Urbanski illustrierte eindrucksvoll, dass Souveränität kein „Nice-to-have“ ist, sondern das Fundament für Vertrauen und Innovation. Er zeigte auf, dass gesetzliche Rahmenbedingungen wie NIS2 oder der Cyber Resilience Act (CRA) nur dann ihre Wirkung entfalten, wenn Unternehmen den Mut haben, auf „IT-Security made in EU“ zu setzen.

Seine Kernbotschaft blieb im Gedächtnis: Souveränität bedeutet die Freiheit zu wählen – und diese Freiheit ist die Lebensversicherung für unsere digitale Zukunft.

Der Auftakt durch Lukas Bittner (Bundesministerium für Landesverteidigung in der Abteilung Militärstrategie) wirkte wie ein strategischer Kaltwasser-Guss.

In seiner Keynote „Der ‚Intel-Blick‘ – Ihr Rechenzentrum an der Frontlinie“ verdeutlichte er, dass die Bedrohung für österreichische Unternehmen heute oft in fernen Machtzentren wie Moskau oder Peking beginnt.

Er spannte den Bogen von der Militärgeschichte zur modernen IT-Infrastruktur und machte klar: Wer seine Cloud-Abhängigkeiten und Lieferketten nicht mit einem „militärischen Strategie-Blick“ analysiert, läuft blind in ein hochkomplexes Konfliktfeld.

Resilienz, so Bittner, ist die Grundvoraussetzung für nationale und wirtschaftliche Stabilität.

Thorsten Urbanski (Keynote2)
Thorsten Urbanski (Leiter der Initiative „IT Security made in EU“ des größten deutschen IT-Security-Verbandes TeleTrusT).

Der Marketplace: 8 Partner, 8 Perspektiven, tiefe Einblicke

Ein Highlight war der erweiterte Marketplace, auf dem diesmal acht statt vier Partner ihre innovativen Ansätze in interaktiven Break-out-Sessions präsentierten. Der Marketplace diente als dynamischer Hub, in dem Kunden nicht nur Pitches hörten, sondern in exklusiven Sessions tief in die Materie eintauchen konnten.

„Modern Application Security in Microservices Architecture“. Der Fokus lag auf der Absicherung moderner, modularer Anwendungslandschaften.

„Das Ende des neutralen Netzwerks“. Gezeigt wurde ein ganzheitlicher Cloud-First-Schutz, der KI-gesteuerte Policies nutzt, um komplexe Cyber-Bedrohungen abzuwehren.

„Sichere Verbindungen für alle, überall“. Durch KI-gestütztes Cloud-Networking und konsequente Segmentierung wird Sicherheit im hybriden Arbeiten radikal vereinfacht.

„Hocheffizientes Open-Source-SOC ohne Daten-Beschränkungen“. SNOOSS punktete durch 100 % On-Prem-Betrieb, volle Transparenz und maximale Flexibilität ohne versteckte Lizenzkosten.

„Risiken priorisieren, Angriffe stoppen, bevor sie passieren“. XM Cyber und Check Point zeigten, wie man durch 100 % API-basiertes Exposure Management Sicherheitslücken schließt, bevor sie ausgenutzt werden können.

„Zwischen Angriff und Katastrophe liegen 15 Minuten“. ESET unterstrich die Bedeutung von MDR-Services „Made in EU“ mit deutschsprachigem Support und lokalen Rechenzentren.

„Spezialist für Privileged Access Management (PAM)“. Fudo präsentierte eine europäische PAM-Lösung mit KI-basierter Verhaltensanalyse zur Absicherung kritischer Zugriffe.

XM Cyber

„Proaktives Exposure Management“. XM Cyber demaskierte Angriffspfade durch Attack Graph Analysis und identifizierte die entscheidenden „Choke Points“, die 98 % der Risiken eliminieren.

Marketplace Breakout-Sessions

Der Marketplace-Spirit: Was diese Sessions so wertvoll machte, war der interaktive Charakter. Statt Frontalbeschallung standen der Austausch auf Augenhöhe und das Lösen individueller Kundenherausforderungen im Vordergrund. Die strategischen Alleinstellungsmerkmale – von europäischer Souveränität bis hin zu KI-gesteuerter Prävention – wurden so direkt greifbar.

Es gab zwei Runden parallel stattfindender  Breakout-Sessions, in denen die Themen vertieft wurden.

Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, sich verschiedene Breakout-Sessions auszuwählen und sich mit den präsentierten Themen intensiver zu beschäftigen.

Die Podiumsdiskussion: Kultur, Marktanalysen und der Mut zum Bruch

 Zum Abschluss moderierte Nora Hacker (ANOVIS) eine hochkarätige Runde mit Raphael Huber (Digitalisierungsagentur & IT Jobs Austria), Thorsten Urbanski (TeleTrusT) und Markus Guttenberg (CEO ANOVIS), um die Themen des Tages zusammenzufassen und weiter zu vertiefen.

Ein zentraler Ankerpunkt waren die exklusiven Marktdaten von Raphael Huber der mit uns im Vorfeld eine interessante Umfrage im Bereich der IT Security und Netzwerk durchführte.

Die Diskussion vertiefte die Frage, warum viele Unternehmen trotz steigender Bedrohungslage zögern, den notwendigen „Bruch“ mit veralteten Sicherheitskonzepten zu vollziehen. Die Experten waren sich einig: #MutZurVeränderung ist keine rein technische Entscheidung, sondern eine Frage der Unternehmenskultur.

Markus Guttenberg betonte, dass Führungskräfte Transparenz und eine neue Fehlerkultur vorleben müssen, um echte Resilienz zu verankern. Es wurde kontrovers diskutiert, wo die Grenze zwischen notwendiger Sicherheit und innovationsbremsender Überregulierung verläuft. Besonders abwechslungsreich war hier der fachliche Facettenwechsel zwischen den tiefgreifenden IT-Themen und den praxisnahen Perspektiven aus der Unternehmensrealität. 

Das klare Fazit der Runde: Wer heute am falschen Ende spart, zahlt morgen den Preis mit seiner Handlungsfähigkeit.

Ein gelungener Abschluss, der zum Weiterdenken anregte – und Lust auf die nächste Ausgabe des Forums macht.

Podiumsdiskussion
v.l.n.r.:   Nora Hacker (ANOVIS GmbH),  Thorsten Urbanski (TeleTrusT),  Markus Guttenberg (CEO ANOVIS),  Raphael Huber (Digitalisierungsagentur & IT Jobs Austria),  Moderation: Nora Hacker (ANOVIS GmbH)

Networking: Brücken schlagen

 Der Tag endete mit einem intensiven Austausch in der Raiffeisen Lounge. Bei Food & Drinks wurde das Networking gezielt genutzt, um die Brücke zwischen den technologischen Impulsen der Partner und den realen Strategien der Kunden zu schlagen.

Denn echte Resilienz entsteht durch starke Partnerschaften und den Austausch von Wissen.

 Das Anovis Resilience Forum 2026 war mehr als eine Fachkonferenz – es war ein Kraftzentrum für neue Ideen. Wir blicken zurück auf einen Tag voller intensiver Momente: vom geopolitischen Weckruf Lukas Bittners über die technologische Tiefe im Marketplace bis hin zum inspirierenden Austausch bei der Podiumsdiskussion.

Besonders geschätzt wurde die Ausgewogenheit zwischen strategischem Weitblick und konkreten, mitnehmbaren Neuerungen der Partner.
Wir haben gemerkt: Der Mut zur Veränderung ist da und der Bedarf an ehrlichem Austausch und strategischer Klarheit ist größer denn je.

Wir danken allen Speakern, den acht Partnern für ihre exzellenten Pitches und Innovationskraft und vor allem unseren Kunden für das Vertrauen und die spannenden Diskussionen.

Gemeinsam setzen wir die Prioritäten für ein sicheres und resilientes Jahr 2026.

 

Der Mut zur Veränderung beginnt heute. Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit Ihnen weiterzugehen.

Sie möchten das nächste Anovis Resilience Forum nicht verpassen?

Downloadlink zur Präsentation des ARF26#MZV :